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VELCADETM
(Bortezomib)
verstehen
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Mit freundlicher Unterstützung von Janssen-Cilag und
Millennium Pharmaceuticals.
©2005, International Myeloma Foundation,
North Hollywood, California USA
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Inhaltsverzeichnis
Einleitung
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Multiples Myelom Was ist das?
5
VELCADETM Was es ist und wie es wirkt
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VELCADETM Mögliche Nebenwirkungen
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Wie wird VELCADETM verabreicht?
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Die IMF
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Kleines Wörterbuch
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Einleitung
Ihr Arzt hat Ihnen diese Broschüre ausgehändigt,
damit Ihnen alle wichtigen Informationen zu dem
Medikament VELCADE, (Bortezomib) in schriftlicher
Form zur Verfügung stehen. Nach dem Lesen dieser
Seiten werden Sie wissen:
Was VELCADETM ist
Wie VELCADETM wirkt
Mögliche Nebenwirkungen von VELCADETM
Wie VELCADETM verabreicht wird
In dieser Broschüre wird Wissen in einer sehr allge-
mein gehaltenen Weise vermittelt. In keiner Weise
kann die Konsultation mit dem Arzt oder
Pflegepersonal ersetzt werden. Nur der Arzt oder
das Pflegepersonal können Ihre Fragen bezüglich
Ihres individuellen Behandlungsplanes beantworten.
Multiples Myelom Was ist das?
Das Multiple Myelom (Synonyme: Myelom,
maligne
Plasmazelldyskrasie)
ist
eine
Krebserkrankung bestimmter Abwehrzellen des
Knochenmarks, der Plasmazellen. Es handelt
sich dabei um eine Erkrankung des blutbilden-
den Systems, ähnlich einer Leukämie. Die bösar-
tigen Plasmazellen (Myelomzellen) vermehren
sich unkontrolliert im Knochenmark, gelangen
aber im Unterschied zu einer Leukämie nur
selten in das Blut der Patienten. Die wichtigsten
Symptome der Erkrankung werden durch diese
unkontrollierte Ansammlung von Myelomzellen
im Knochenmark verursacht:
Störung der normalen Knochenmarkfunktion.
Die normale Blutbildung wird verhindert, was
zu Anämie führt (zu niedriger Gehalt an roten
Blutkörperchen im Kreislauf). Auch die
weißen Blutkörperchen und Blutplättchen kön-
nen vermindert sein.
Kursiv gedruckte Begriffe finden sich am Ende der Broschüre in einem kurzen Wörterbuch erklärt
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Zerstörung
des
das
Knochenmark
umgebenden Knochens
Abgabe eines sogenannten monoklonalen
Proteins (M-Protein) in das zirkulierende Blut
Störung der normalen Immunfunktion durch
Verminderung der normalen Antikörper.
Infektionsneigung.
Myelomzellen können auch in mehr lokalisierter
Form als Tumore wachsen; man spricht dann
von Plasmozytomen. Es kann ein einziger
Plasmozytom-Herd vorliegen, oder mehrere,
und diese können das Knochenmark und den
Knochen betreffen (medulläre Formen), oder
auch in den Weichteilen unabhängig vom
Knochen wachsen. Die letztgenannte Form wird
extramedulläres Plasmozytom genannt. Finden
sich mehrer Plasmozytom-Herde im Knochen
oder auch außerhalb, spricht man ebenfalls von
Multiplem Myelom.
Ist die Diagnose eines Multiplen Myeloms
gestellt, ist es wichtig das Stadium der
Erkrankung
festzustellen.
Entsprechende
Untersuchungen zeigen, welche Organe durch
die Erkrankung betroffen sind, und dies hilft
dem Arzt die Behandlungsstrategie festzulegen.
Man unterscheidet folgende Stadien bei der
Myelomerkrankung:
Stadium I (niedrige Tumorzellmasse). Nur
wenige
Myelomzellen
haben
sich
im
Organismus
ausgebreitet.
Auf
den
Röntgenbildern ist die Knochenstruktur normal
oder zumindest nicht auffällig verändert. Die
roten Blutkörperchen und der Kalziumgehalt im
Blut sind normal oder fast normal und der
Gehalt an M-Protein ist niedrig.
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Stadium II (mittlere Tumorzellmasse). Dieses
Stadium liegt zwische Stadium I und III. Eine
mäßig große Anzahl an Myelomzellen hat sich
im Körper ausgebreitet.
Stadium III (hohe Tumorzellmasse). Die Zahl der
Myelomzellen im Organismus ist hoch. Eines
oder mehrere der folgenden Symptome liegen
vor:
Anämie
Hoher Kalziumspiegel im Blut
Mehr als 3 Areale von zerstörtem Knochen
Ein hoher Gehalt von M-Protein im Blut oder
Harn
Es muss betont werden, dass das Myelom,
obwohl es sich um eine ernste Erkrankung han-
delt, heute erfolgreich behandelt werden kann.
Fast alle Patienten sprechen zunächst gut auf
eine Behandlung an, und selbst bei Patienten
mit mehrfachem Krankheitsrückfall können
Behandlungserfolge erzielt werden. Die mittlere
Lebenserwartung für Patienten mit neu diagnos-
tiziertem Myelom liegt bei 5 Jahren. Mit den
neuen Therapieoptionen ist eine weitere
Verbesserung der mittleren Lebenserwartung
wahrscheinlich.
Ist die Diagnose eines Multiplen Myeloms
gestellt, gibt es mehrere Möglichkeiten der
Erstbehandlung. Patienten, die eventuell später
mit Hochdosistherapie und Transplantation
behandelt werden, beginnen die Therapie mit
einem Chemotherapieregime genannt VAD
(kurz für die beiden Zytostatika Vincristin und
Adriamycin, sowie Dexamethason). Auch das
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Kortisonpräparat Dexamethason alleine, oder
als Teil eines anderen Chemotherapieregimes
kann in der Erstbehandlung eingesetzt werden.
Die Kombination der alkylierenden Substanz
Melphalan
mit
einem
Kortisonpräparat
(Prednison) - als orale Therapie - gilt als
Standardtherapie für Patienten die keine
Hochdosistherapie
mit
Melphalan
und
anschließender
Transplantation
erhalten.
Kommt es zu einem Krankheitsrückfall, sind die
Myelomzellen aber oft nicht mehr empfindlich
gegenüber einer Chemotherapie wie dem VAD
Regime oder Melphalan. In diesem Fall müssen
neue Substanzen eingesetzt werden, um die
Krankheit
erfolgreich
zu
behandeln.
VELCADETM
ist
eines
dieser
neuen
Medikamente, mit denen Patienten in dieser
Situation heute behandelt werden können.
VELCADETM Was es ist und wie es wirkt
VELCADETM ist der erste Vertreter einer neuen
Klasse
von
Medikamenten
genannt
Proteasom- Hemmer. VELCADETM erweitert die
Behandlungsmöglichkeiten von Patienten mit
Krankheitsrückfall nach Standardtherapie.
VELCADETM
hemmt
bestimmte
zelluläre
Enzymkomplexe genannt Proteasome. Sowohl
normale Zellen wie Krebszellen enthalten
Proteasome, deren eine Funktion im Abbau von
unerwünschten und beschädigten Eiweißstoffen
liegt. Proteasome sind aber auch für den ges-
teuerten
Abbau
von
unbeschädigten
Eiweißstoffen verantwortlich, eine Aufgabe, die
entscheidend für das reibungslose Funktionieren
wichtiger zellulärer Regulationsvorgänge ist. Die
Abbauprodukte die durch das Proteasom entste
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Wie VELCADETM wirkt.
hen, können dann für den Aufbau neuer zellulärer
Eiweißstoffe benutzt werden. Das Proteasom kann
man sich also als Wiederverwertungsanlage der
Zelle vorstellen.
Durch die Hemmung des Proteasoms durch
VELCADETM wird das zelluläre Gleichgewicht
gestört. Dies hat eine Vielzahl von Auswirkungen,
die im Detail immer noch in der Erforschung sind.
Wird das Proteasom im Laborversuch gehemmt,
können sich die Krebszellen nicht mehr ver-
mehren. Außerdem werden Signale unterbun-
den, die andere Krebszellen zur Vermehrung
anregen. In manchen Versuchen hat die
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Hemmung des Proteasoms zum Absterben der
Krebszellen geführt. Bösartige Zellen sind
gegenüber der Proteasom-Hemmung empfind-
licher als normale Zellen, sodass sich letztere im
Gegensatz zu den Krebszellen wieder erholen
können. In klinischen Studien wurde die Wirkung
von VELCADETM in der Behandlung von
Myelompatienten mit relapsiertem oder refrak-
tärem Myelom untersucht.
An einer dieser
Studien, an der mehrere Krebszentren beteiligt
waren, haben 202 Patienten teilgenommen. Alle
diese Patienten hatten zumindest 2 andere
Therapien für die Myelomerkrankung erhalten,
und bei der überwiegenden Mehrzahl (91%)
zeigte sich eine fortschreitende Erkrankung
während der letzten Therapie.
Die Patienten erhielten VELCADETM in einer Dosis
von 1.3mg/m2, insgesamt 2x pro Woche, über
einen Zeitraum von 2 Wochen, gefolgt von einer
10-tägigen Pause. Es waren maximal 8 dieser
21-tägigen Behandlungszyklen vorgesehen.
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Bei 53 von 193 Patienten (27%) kam es entwed-
er zu einem kompletten oder zumindest teil-
weisen Verschwinden der Krankheitssymptome
(vollständige bzw. partielle Remission). Eine voll-
ständige Remission ist definiert als Verschwinden
des M-Proteins bei einem Plasmazellanteil im
Knochenmark von unter 5% der Zellen, bestätigt
durch eine zweite Untersuchung im Abstand von
6 Wochen. Zur Definition einer partiellen
Remission zählt eine zumindest 50%-ige
Reduktion des M-Proteins. Die mittlere Dauer des
Ansprechens in einer neueren Studie betrug 14.3
Monate. Außerdem kam es bei 13 von 74
Patienten (18%), die zunächst auf VELCADETM
nicht angesprochen hatten, dann doch noch zum
Therapieerfolg, als ein zweites Medikament
Dexamethason mit VELCADETM kombiniert
wurde.
Bei Patienten mit Verbesserung der obengenan-
nten Laborbefunde kam es auch zu einer
Besserung der belastenden Krankheitssymptome.
Durch einen Anstieg der roten Blutkörperchen im
Blutkreislauf konnte etwa eine Verbesserung des
Symptoms der Müdigkeit erzielt werden. Bei
Patienten mit Ansprechen auf VELCADETM war
außerdem eine Abnahme von Schmerzen,
Verbesserung der Nierenfunktion und generell
Verbesserung der Lebensqualität zu erzielen.
Eine zweite, ähnliche aber kleinere Studie, unter-
suchte die Wirkung von VELCADETM bei 54
Patienten mit Rückfall oder refraktärem Myelom
mit Fortschreiten der Krankheit unter Erstlinien-
Therapie oder Rückfall nach Beendigung der
Erstlinien-Therapie. VELCADETM wurde in einer
Dosis von 1.0 mg/m2 oder 1.3 mg/m2 insgesamt
zweimal pro Woche, über einen Zeitraum von 2
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Wochen, gefolgt von einer 10-tägigen Pause,
eingesetzt. Es waren maximal 8 dieser 21-tägigen
Behandlungszyklen
vorgesehen.
Mit
der
reduzierten Dosis sollte getestet werden, ob mit
einer niedrigen Dosis die Krankheit erfolgreich
behandelt werden kann, bei gleichzeitiger weitge-
hender
Minimierung
der
unerwünschten
Nebenwirkungen.
In dieser Studie konnte bei 30% der Patienten, die
mit 1.0 mg/m2 VELCADETM behandelt wurden, und
38% der Patienten, die mit 1.3 mg/m2 VELCADETM
behandelt wurden, ein Ansprechen erzielt werden.
Die
Nebenwirkungsrate
war
in
beiden
Patientengruppen ähnlich.
In beiden Studien wurde VELCADETM für Patienten
mit Ansprechen auf die Therapie für einen längeren
Zeitraum das heißt über die geplanten 8
Behandlungszyklen hinaus zur Verfügung gestellt.
In dieser Nachbehandlungsphase wurden keine
verstärkten Nebenwirkungen beobachtet, selbst bei
Patienten mit 24 Behandlungszyklen. Patienten im
Nachbehandlungsprogramm hatten weniger neue
Schmerzen, periphere Neuropathien, Übelkeit,
Verstopfung, Erbrechen und eine niedrige Anzahl
weißer Blutkörperchen im Blutkreislauf, aber häu-
figer Schwellungen von Füßen und Knöcheln, ver-
glichen
mit
Patienten,
die
am
Nachbehandlungsprogramm nicht teilnahmen.
VELCADETM Mögliche Nebenwirkungen
Ganz allgemein gesprochen sind die meisten
Nebenwirkungen dieser Therapie leicht in den Griff
zu bekommen. Die wichtigeren Nebenwirkungen
werden hier abgehandelt. Für weitere Informationen
bitte kontaktieren Sie Ihren Arzt oder das
Pflegepersonal.
WICHTIG: Bitte alle ungewöhnlichen Symptome dem Arzt
oder dem Pflegepersonal melden.
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Periphere Neuropathie
Hier handelt es sich um eine ernstzunehmende
Nebenwirkung, bei der Nerven im Bereich der
Hände, Füße, Arme und Beine betroffen sind.
Zu den Symptomen zählen Taubheitsgefühl,
Kribbeln, oder sogar Schmerzempfindung im
Bereich der obengenannten Regionen. Manche
Patienten haben ähnliche Nebenwirkungen
schon im Zuge anderer Behandlungen erfahren.
Falls dies bei Ihnen der Fall ist und Sie die
Behandlung mit VELCADETM mit einer bestehen-
den peripheren Neuropathie beginnen, ist es
besonders wichtig, dass Sie bei einer
Verschlechterung der Symptome umgehend
Ihren behandelnden Arzt verständigen. Wenn
eine Neuropathie rechtzeitig entdeckt wird, ist
durch entsprechende Maßnahmen oft ein
Abklingen der Symptome zu erreichen.
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Prävention und Behandlung der Peripheren Neuropathie
Bei
Neuauftreten
oder
Verschlechterung
vorbestehender Symptome bitte umgehend den
Arzt
verständigen.
Früherkennung
und
Anpassung der Dosis von VELCADETM kann eine
weitere Verschlechterung der Neuropathie ver-
hindern.
Müdigkeit
Müdigkeit (auch als Fatigue bezeichnet) ist eine
häufige Nebenwirkung der VELCADETM -
Therapie. Obwohl diese Nebenwirkung meist
nicht sehr ausgeprägt ist, wird den Patienten
geraten, beim Bedienen von Maschinen oder
beim Autofahren besonders vorsichtig zu sein.
Prävention und Behandlung von Müdigkeit
Zur Behandlung der Müdigkeit stehen bes-
timmte Maßnahmen zur Verfügung, die im
Einzelfall durch den behandelnden Arzt fest-
gelegt werden müssen. Generell kann das
Gefühl der Müdigkeit minimiert werden durch:
Körperliche Aktivität nach Maßgabe der
Möglichkeiten. Ausgewogene Ernährung und
ausreichend Flüssigkeitszufuhr.
Einen regulären Tag/Nachtrhythmus mit aus-
reichend Schlaf.
Regelmäßige Kontrollen beim behandelnden
Arzt.
Übelkeit
Unter einer Therapie mit VELCADETM kann Übelkeit
auftreten. Übelkeit kann mit Benommenheit und
Schwindel, sogar Ohnmacht einhergehen, wenn
zuwenig Flüssigkeit aufgenommen wird. Eventuell
kann bei Flüssigkeitsmangel eine ärztliche
Behandlung notwendig werden.
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Prävention und Behandlung von Übelkeit
Dehydrierung
durch
mangelnde
Flüssigkeitsaufnahme und/oder Erbrechen sollte
vermieden
werden.
Auf
ausreichende
Flüssigkeitsaufnahme sollte geachtet werden. Bei
Schwindel oder Benommenheit sollte der Arzt
konsultiert werden. Dieser kann Medikamente
gegen Übelkeit/Erbrechen verabreichen, oder
auch eine Infusionstherapie zur Re-Hydrierung
durchführen.
Durchfal
Unter einer Therapie mit VELCADETM kann
Durchfall auftreten. Dies kann mit Benommenheit
und Schwindel, sogar Ohnmacht einhergehen,
wenn zuviel Flüssigkeit durch anhaltenden
Durchfall verloren wird.
Prävention und Behandlung von Übelkeit
Dehydrierung durch Flüssigkeitsverlust sollte ver-
mieden
werden.
Auf
ausreichende
Flüssigkeitsaufnahme sollte geachtet werden. Bei
Schwindel oder Benommenheit sollte der Arzt
konsultiert werden. Dieser kann Medikamente
gegen Durchfall verabreichen, oder auch eine
Infusionstherapie zur Re-Hydrierung durchführen.
Verminderte Anzahl von Blutplättchen
Bei Patienten unter einer Therapie mit
VELCADETM
ist
oft
eine
sogenannte
Thrombopenie zu beobachten. Darunter ist ein
verminderter Gehalt an Blutplättchen im
Blutkreislauf zu verstehen. Blutplättchen sind für
die
Blutgerinnung
verantwortlich;
ein
Plättchenmangel
kann
zu
Blutergüssen,
Blutungen und Verzögerung von Wundheilung
führen. Die Anzahl der Blutplättchen sinkt
während der Behandlung, steigt aber dann
gegen Ende des Behandlungszyklus, vor Beginn
des
nächsten
Zyklus,
wieder
zu
den
Ausgangswerten an.
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Prävention
und
Behandlung
einer
verminderter
Plättchenanzahl
Der Arzt sollte bei Auftreten von Blutergüssen
ohne adäquates Trauma oder Blutungen
informiert
werden.
Gelegentlich
müssen
Plättchentransfusionen verabreicht werden.
Erniedrigung des Blutdrucks
Nach der Verabreichung von VELCADETM kann
der Blutdruck absinken. Wenn Sie an niedrigem
Blutdruck leiden und vielleicht schon kollabiert
sind, oder Medikamente zur Senkung des
Blutdrucks (sogenannte Antihypertonika) ein-
nehmen, sollten Sie dies ihrem Arzt mitteilen,
bevor Sie mit der Therapie beginnen.
Benommenheit,
speziell
beim
schnellen
Aufrichten oder Aufstehen aus dem Liegen kann
ein
Zeichen
niedrigen
Blutdrucks
sein.
Prävention und Behandlung niedrigen Blutdrucks
Falls es zu Benommenheit, Schwindel oder kol-
lapsartigen Zuständen kommt, sollten Sie Ihren
Arzt konsultieren. Es wird den Patienten gerat-
en, beim Bedienen von Maschinen oder beim
Autofahren besonders vorsichtig zu sein. Ein
Flüssigkeitsmangel sollte vermieden werden
(ausreichende Flüssigkeitszufuhr). Der Arzt kann
falls notwendig Medikamente zur Behandlung
des niedrigen Blutdrucks verabreichen. Es ist
wichtig, dass Sie den Arzt über die
Medikamente informieren, die Sie einnehmen,
besonders wenn es sich um Antihypertonika
handelt.
Andere Nebenwirkungen von VELCADETM
Andere Nebenwirkungen können vorkommen,
zum Beispiel Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit,
Ausschläge, Fieber, Husten, Rückenschmerzen
und Muskelkrämpfe. Bitte alle ungewöhnlichen
Symptome dem Arzt oder dem Pflegepersonal
melden!
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Wird die Wirksamkeit der Behandlung beeinträchtigt,
wenn die Dosis von VELCADE, reduziert werden muss?
Ein offenes Gesprächsklima zwischen Ihnen und
Ihrem Arzt ist wichtig, ebenso wie die
Einhaltung der Kontrolltermine. Bei Auftreten
bestimmter Nebenwirkungen könnte Ihr Arzt
entscheiden, die Dosierung von VELCADETM zu
reduzieren. Die empfohlene Dosierung von
VELCADETM ist 1.3 mg/m2. Falls eine
Dosisreduktion notwendig ist, ist allerdings auch
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bei der niedrigeren Dosis von 1.0 mg/m2 eine
Aktivität gegen das Multiple Myelom zu
erwarten. In der kleineren der obengenannten
Studien war kein wesentlicher Unterschied in
der Wirksamkeit dieser beiden Dosierungen zu
bemerken. Der Arzt kann auch entscheiden,
dass eine geplante Gabe von VELCADETM aus-
gelassen wird, damit bestimmte Nebenwirkung
abklingen können.
Wie wird VELCADETM verabreicht?
VELCADETM ist ein lyophilisiertes (gefrier-
getrocknetes)
Pulver,
das
vor
der
Verabreichung aufgelöst werden muss. VEL-
CADETM wird intravenös entweder über einen
peripheren
oder
einen
zentralvenösen
Katheter. VELCADETM wird rasch injiziert, über
einen Zeitraum von etwa 3-5 Sekunden. Wie
bei anderen Behandlungen wird vor allem bei
der Erstverabreichung der Patient bezüglich
des eventuellen Auftretens unerwünschter
Nebenwirkungen kontrolliert.
VELCADETM wird zweimal in der Woche über
einen Zeitraum von 2 Wochen verabreicht,
gefolgt von einer 10-tägigen Pause. Meist
wird die Behandlung für die Wochentage
Montag/Donnerstag oder Dienstag/Freitag
festgelegt. Zwischen zwei Verabreichungen
ist eine Pause von mindestens 72 Stunden
notwendig, damit sich die normalen Zellen
von der Wirkung der Substanz erholen kön-
nen.
Änderungen
im
Behandlungsplan
beschränken
sich
daher
auf
eine
Verschiebung der nächsten Dosis um einen
oder
mehrere
Tage,
während
eine
Vorverlegung der Injektion nicht möglich ist.
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Die IMF
,,Eine Person kann etwas bewirken, zwei
können ein Wunder bewirken."
Brian D. Novis
IMF Gründer
Das Myelom ist eine eher unbekannte, kom-
plizierte und manchmal zu spät erkannte bösar-
tige Erkrankung des Knochenmarks, die auch
zur Knochenzerstörung führt. Etwa 75.000 bis
100.000 Menschen in den USA sind von dieser
Erkrankung betroffen, und es gibt mehr als
14.500 neudiagnostizierte Fällen jedes Jahr.
Obwohl derzeit eine vollständige Heilung der
Erkrankung nicht möglich ist, gibt es doch
zahlreiche Möglichkeiten das Leben der
Patienten zu verlängern und auch deren
Lebensqualität zu verbessern.
Die Internationale Myeloma Foundation (IMF)
wurde im Jahr 1990 von Brian und Susie Novis
gegründet, kurz nachdem bei Brian im Alter von
33 Jahren ein Myelom diagnostiziert worden
war. Brian wünschte sich, dass die Patienten
zukünftig leicht und schnell Zugang zu wichti-
gen medizinischen Informationen haben, und
dass auch eine professionelle emotionale
Unterstützung in der schwierigen Zeit der
Krankheit zur Verfügung steht. Die IMF wurde
daher mit den drei Zielen Behandlung,
Information und Forschung gegründet. Brian
versuchte ein breites Spektrum an Unterstützung
für Patienten, deren Familien, Freunde und auch
für
die
behandelnden
Ärzte
und
das
Pflegepersonal zu etablieren. Obwohl Brian 4
Jahre nach Diagnosestellung starb, lebt sein
Traum heute weiter. Die IMF erreicht heute inter-
national eine Mitgliederzahl von mehr als
100.000. Die IMF war die erste Organisation,
die sich ausschließlich der Myelomerkrankung
widmete, und bis heute bleibt sie die größte.
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In der IMF gibt es Programme zur Unterstützung
der Forschung, Diagnose, Behandlung und
Management der Myelomerkrankung. Die IMF
stellt somit sicher, dass niemand in seinem
Kampf gegen diese Erkrankung alleine gelassen
wird.
Wir helfen den Patienten heute, damit morgen
vielleicht auch eine Heilung möglich wird.
Wie kann die IMF Ihnen helfen?
PATIENTENINFORMATION
INFORMATIONSPAKET
Unser kostenloses IMF-InfoPack enthält wichtige
Informationen über die Erkrankung selbst,
Behandlungsmöglichkeiten, Management der
Erkrankung und andere IMF-Leistungen. Enthalten ist
auch unser sehr geschätztes Patienten-Handbuch.
INTERNET
Über unsere Webseite www.myeloma.org können
Sie 24 Stunden am Tag Informationen über das
Myelom, die IMF, Weiterbildungsprogramme und
andere Unterstützungsleistungen abrufen.
ONLINE MYELOMA-FORUM
Nehmen Sie an Online-Diskussionen teil mittels der
IMF-Internet-Diskussionsgruppe -
www.myeloma.org/listserve.html und geben Sie Ihre
eigenen Gedanken und Erfahrungen weiter.
MYELOMA MINUTE
Bestellen Sie gratis diesen wöchentlichen e-mail
Newsletter und Sie haben immer die neuesten
Informationen über die Erkrankung.
SEMINARE Für PATIENTEN UND IHRE FAMILIEN
Treffen Sie die führenden Experten in der
Myelombehandlung und erfahren Sie das Neueste
über Fortschritte in der Therapie und der Forschung.
MYELOMA MATRIX
Abrufbar über unsere Webseite und auch in einer
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gedruckten Version erhältlich, steht Ihnen hier ein
Verzeichnis der wichtigsten Medikamente bei der
Myelombehandlung zur Verfügung.
MYELOMA TODAY NEWSLETTER
Unser 2-monatlich erscheinender Newsletter kann
über ein Gratis-Abo bezogen werden.
SELBSTHILFE
MYELOMA HOTLINE: 800-452-CURE
Gebührenfrei in den USA und Kanada, sind über
die IMF Hotline Spezialisten zu erreichen, die ihr
Training am renommierten National Cancer Institute
(NCI) erhalten haben.
SELBSTHILFEGRUPPEN
In einem weltweiten Netzwerk von mehr als 90
Myelom-Selbsthilfegruppen werden regelmäßig
Treffen für alle Mitglieder und andere Interessierte
organisiert. Die IMF initiiert jährliche
Zusammentreffen der Vorstände dieser
Selbsthilfegruppen.
FORSCHUNG
BANK ON A CURE®
Mit dieser DNS-Bank soll die Entwicklung neuer wirk-
samer Medikamente unterstützt werden.
DAS INTERNATIONALE STAGING SYSTEM(ISS)
Dieses unlängst verbesserte Staging System für das
Multiple Myeloma hilft den behandelnden Ärzten die
bestmögliche Behandlung für Ihre Patienten festzule-
gen.
FORSCHUNGSGELDER
Weltweit maßgebend für länderübergreifende
Forschungsbemühungen, unterstützt das IMF-
Forschungsfond-Programm sowohl junge Forscher am
Anfang Ihrer Karriere, als auch erfahrene
Gruppenleiter. Durch dieses Programm wurden
zahlreiche junge Forscher für das Multiple Myelom
interessiert, und haben auf diesem Gebiet außeror-
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dentliche Ergebnisse erzielt. Diese Forscher sind nun
nach wie vor aktiv und bemühen sich weiter um eine
Heilung der Myelomerkrankung.
Kleines Wörterbuch
Alkylierende Substanz: Ein Chemotherapeutikum, dass
die Teilung von Krebszellen und damit das Krebswachstum
verhindert.
Anämie: Ein niedriger Gehalt von roten Blutkörperchen im
Blutkreislauf.
Antikörper: Ein Eiweißstoff, der zur Abwehr von
Infektionserregern dient. Wird von den Plasmazellen pro-
duziert.
Blutplättchen: Ein Bestandteil des Blutes, der für die
Blutgerinnung verantwortlich ist. Nach erfolgreicher
Blutgerinnung kann das beschädigte Gefäß repariert
werden.
Eiweißstoff:
Wird auch Protein genannt. Die
Hauptbestandteile der Zelle.
Enzym: Ein Eiweißstoff, der andere Substanzen chemisch
verändern kann, ohne selbst in diesem Prozess verändert zu
werden.
Knochenmark: Ein schwammiges Gewebe, dass sich in
vielen größeren Knochen des Körpers findet. Hier werden
rote und weiße Blutkörperchen und Blutplättchen produziert.
Monoklonales Protein (M-Protein): Ein Eiweißstoff,
der in abnormer Menge von Myelomzellen produziert wird,
die ihrerseits im Knochenmark wachsen und den angren-
zenden Knochen zerstören. Ein sehr hoher Gehalt an M-
Protein weist auf eine große Anzahl von Myelomzellen im
Organismus und damit ein fortgeschrittenes Stadium hin.
Multiples Myelom: Eine bösartige Wucherung von
Plasmazellen
im
Knochenmark.
Diese
bösartigen
Plasmazellen (Myelomzellen) produzieren ein Protein (einen
Eiweißstoff, Antikörper) in abnormer Menge, wobei dieser
mitunter zu Schäden an anderen Organen führen kann.
Nebenwirkung: Jede Wirkung eines Medikamentes
neben, den zur Verschreibung führenden Hauptwirkungen.
Dieser Begriff wird üblicherweise synonym mit unerwün-
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schter Nebenwirkung gebraucht. Es gibt allerdings auch
erwünschte Nebenwirkungen eines Medikamentes.
Periphere Neuropathie: Taubheitsgefühl, Kribbeln oder
schmerzhaftes Empfinden an den Händen/Füßen,
Armen/Beinen.
Plasmazelle: Zählt zu den weißen Blutkörperchen und hat
die Aufgabe der Antikörperproduktion.
Plasmozytom: Ein Tumor bestehend aus bösartigen
Plasmazellen.
Proteasom: Eine Gruppe (Komplex) von Enzymen, die
sowohl beschädigte oder unerwünschte Proteine als auch
normale Proteine abbauen können. Diese ,,Recycling"-
Maschine ist notwendig, um in der Zelle ein
Gleichgewicht von bestimmten Proteinen aufrecht zu
erhalten, wobei von diesem Gleichgewicht auch wichtige
Zellfunktionen abhängen.
Proteasom-Hemmer: Ein Substanz, die die normale
Funktion des Proteasoms stört.
Rote Blutkörperchen: Transportieren Sauerstoff von der
Lunge zu allen Organen und Geweben des Körpers.
Thrombopenie: Ein niedriger Gehalt von Blutplättchen im
Blutkreislauf. Dies kann mitunter Blutergüsse oder Blutungen
zur Folge haben, sowie auch Verzögerungen bei der
Wundheilung.
Weiße Blutkörperchen: Eine Zelle, die für die Abwehr
von Infektionserregern oder Krankheit zuständig ist.
Zelle: Die kleinste Einheit der belebten Materie. Jedes
Organ des Körpers ist aus Millionen mikroskopisch kleiner
Zellen zusammengesetzt.
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Arztbesuche
Datum
Uhrzeit
Wichtige Notizen
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Arztbesuche
Datum
Uhrzeit
Wichtige Notizen
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Arztbesuche
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Wichtige Notizen
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